Seen und Flüsse

Obwód ochronny Żarnowska - Wielkie Bagno fot. M. Zielonka

Die Küste innerhalb der Parkgrenzen, zwischen Rowy und Łeba, ist einer der wenigen Teile der polnischen Küste, wo bis vor kurzem noch die Akumulation über die Abrasion überwog. Der von den Wellen ans Ufer gespülte Sand setzt sich am Strand fest. Die weitere Bewegung des Materials auf die Łebska-Landzunge erfolgt dank der Aktivität des Winds und hat einen sprunghaften Verlauf. Abwechselnd erfolgen Hinauswehen (Deflation), Transport, Absetzen (Akumulation), Hinauswehen. Die Aktivität des Windes sorgte unter Teilnahme der Pflanzenwelt seit etwa 3000 Jahren auf den Barriere-Seestränden für die Entstehung zahlreicher Generationen von barchanähnlichen Dünen, die sich dann in Bogendünen verwandeln sowie zahlreiche Überreste und Deflationsformen. Auf dem Gebiet des Parks kommen Dünen vor, die aus verschiedenen Zeiträumen stammen und sich durch Aussehen und Genese unterscheiden. Gegenwärtig sind die Wanderdünen die jüngste Form auf der Łebska-Landzunge. Davon, dass es ältere gab, zeugen Fragmente alter Dünen, die mit Erde bedeckt sind und in den Senkungen zwischen den Dünen abgedeckt werden. Archäologische Funde aus diesen Erdfragmenten ermögichten die Schätzung des Anfangs der gegenwärtigen dünenerzeugenden Phase auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Grund für die Zerstörung der Pflanzendecke und Bewegung des Sands war die Handlung des Menschen. Davon zeugen Holzkohlestückchen aus einem Waldbrand in der Erdebene. fot. M. Zielonka
Das Bewegungstempo der Dünen ist nicht auf der ganzen Łebska-Landzunge einheitlich. Der westliche und östliche Teil dieser wird von einer Gruppe parabolischer Dünen eingenommen, die sich durch eine geringe Beweglichkeit von etwa 3 m/Jahr auszeichnen. Der Großteil von ihnen wurde bewaldet. 
Der mittlere Teil der Landzunge (zwischen dem Łebsko-See und dem Meer, mit einer Länge von etwa 5 km und einer Breite von 1 km) ist von Barchanen und barchanähnlichen Dünen eingenommen, die mit einer Geschwindigkeit von 2 – 10 m/Jahr wandern. Dies ist das Feld der gegenwärtigen Wanderdünen. In diesem Gebiet dominieren Westwinde und Nordwestwinde, die den Transport von Sand und die Verschiebung der Dünen in östlicher und südöstlicher Richtung verursachen, die Folge ist das Einschreiten mancher Dünen in den Łebsko See. 
Die Sandbewegung beginnt bei Wind, der mit einer Geschwindigkeit von 5 m/s weht. Der Sand wird über den sanfteren Hang, der zur Windseite gerichtet ist, gerollt und schüttet sich, sobald er die Spitze der Düne erreicht, über den steilen Hang hinter der Windseite nach unten ab. So bewegt der Wind das gesamte in der Düne enthaltene Material von Westen nach Osten, also gemäß der Richtung der dominierenden Winde. Für die Bewegung der Dünen und Veränderungen ihrer Form hat selbst kurz andauernde Sturmwind mit Geschwindigkeiten über 10 m/s eine größere Bedeutung, als langfristige Winde mit geringeren Geschwindigkeiten. Die höchste Intensität an eolischen Prozessen wird im Herbst-Winter-Zeitraum beobachtet. Untersuchungen haben gezeigt, dass darüber nicht nur die Windstärke und Feuchtigkeit des Bodens entscheiden, sondern auch die Lufttemperatur. Geringe Temperaturen steigern die Intensität der Prozesse.

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