Ostsee

Wybrzeże 200 km. Rewy i Laguny fot. M. Zielonka

Die Ostsee ist vom Blickpunkt der geologischen Geschichte ein verhältnismäßig junges Meer. Einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung dieses Wasserbeckens hatte das skandinavische Inlandeis. Das Meer begann sich zum Ende der letzten Eiszeit, d. h. der Weichseleiszeit (nordpolnischen Eiszeit) zu bilden. Als die Schmelzwasser des weichenden Inlandeises begannen, sich auf dem Gebiet der heutigen Danziger Bucht zu sammeln, vergrößerte das Meer mit der Zeit seine Fläche. Vor etwa 10 200 Jahren existierte auf dem Gebiet der heutigen Ostsee noch ein Süßwasser-Eissee, der auch mit abfließenden Wassern aus Regionen, die im Süden liegen, genährt wurde. Nach dieser Zeit erfolgte eine gewaltsame Erwärmung, die einen Anstieg des Wasserspiegels und die Verbindung mit dem Wasser der heutigen Nordsee verursachte. Es entstand das Meer Yoldia, das so nach der darin lebenden Muschel benannt wurde. 
Infolge der Schmelzung der Eisdecke, die durch die Erwärmung des Klimas verursacht wurde, erfolgt eine langsame Hebung Skandinaviens. Dies führte zur Entstehung eines weiteren Sees vor etwa 8 900 Jahren, der nach den in seinen Gewässern lebenden Ancylus-See genannt wurde. Die weitere Heraustragung Skandinaviens und die gleichzeitige Senkung der Ufer des ANcylus-Sees waren der Grund für die Entstehung einer neuen Verbindung mit der Nordsee. Es entstand das Littorinameer (vom Namen der Schnecke) mit einer größeren Reichweite und salzigeren Wassern als die heutige Ostsee. Die Ostsee mit ihren heutigen Maßen entstand vor etwa 2000 Jahren. In dieser Zeit verringerte sich ihre Fläche infolge der Anhebung des Lands, was einen Einfluss auf einen begrenzteren Kontakt mit der Nordsee in den flachen dänischen Engen hatte. Aus diesem Grund ist der Einfluss stark salziger Gewässer erschwert. Daher ist das Wasser der Ostsee auch relativ niedrig im Salzgehalt. Die Ostsee selbst hingegen wird „süßestes Meer der Welt“ genannt. Gegenwärtig haben wir die Mya-Zeit, vom Namen der Muschel (Mya arenaria - Sandklaffmuschel), die sehr zahlreich im Wasser der heutigen Ostsee vorkommt. 
Die Fläche der Ostsee innerhalb der Grenzen des SPN beträgt 11 171,14 ha (2 Seemeilen), was ca. 34 % der Gesamtfläche beträgt. Dieses Gebiet hat eine Salinität zwischen 5 und 8 PSU (Salinitätseinheit). Diese Umwelt ist also zu süß für wirkliche Meeresflora und –Fauna, und zu salzig für Süßwasserorganismen. Der Bereich von 5-8 PSU wird als Zone des „Artenminimums“ beschrieben. 
Die zahlreichste Gruppe von Pflanzen und Tieren stellen Meeresgattungen dar, die eine breite Toleranz gegen Veränderungen der Salinität aufweisen (z. B. Dorch, Hering, Garnele), wenig zahlreich vertreten sind typische Salzwasserarten (z. B.: Ostsee-Riesenassel, manche Flohkrebse). In den Küstenwassern und den süßeren Buchten treten Süßwasserarten auf (z. B.: Barsch, Plötze, Schlammschnecke). 
Obwohl es in der Ostsee keine beeindruckende Zahl von Arten gibt, stellt diese doch ein sehr interessantes Ökosystem dar. Es setzt sich aus mehreren wichtigen Umweltgruppen zusammen: Foki w morzu. fot. M. Zielonka
Phytoplankton – mikroskopische Pflanzenorganismen (Algen) die sich passiv in der durchleuchteten Wasserschicht erheben. Im Phytoplankton der Ostsee wurde die Gegenwart von mehr als 700 Arten festgestellt – dominierend sind Kieselalgen, Blaualgen, sowie Panzergeißler. 
Phytobenthos – Pflanzen, die den Meeresgrund bewachsen. In der Ostsee setzt sich der Bewuchs der Böden aus Grünalgen (z. B. Zweigalgen, Bandalgen), Braunalgen (z. B. Fucus), Rotalgen (z. B. Horntang, Metzgeria) sowie Blütenpflanzen (z. B. Seegras). 
Zooplankton – Tierorganismen, die mehr oder weniger passiv im Wasser aufsteigen. Diese Gruppe setzt sich sowohl aus Einzellern als auch aus Meerzellern mit komplexem Aufbau zusammen: Rädertierchen, Krebstiere (z. B. Ruderfußkrebse) sowie die bis zu einem Durchmesser von mehreren Dutzend Zentimetern heranwachsenden Quallen – Ohrenqualle und Feuerquelle. Darüber hinaus kommen im Zooplankton der Ostsee Larven von Fischen, Vielborstern und Weichtieren vor. 
Zoobenthos – am Meeresgrund lebende Tiere. Unter der Bodenfauna der Ostsee dominieren vor allem Vertreter von Muscheln (z. B. Miesmuscheln, Herzmuscheln, Sandklaffmuschel, baltische Plattmuschel), Krebstieren (z. B. Seepocken, Garnelen, Flohkrebs, Ostsee-Riesenassel, Caridea), Schnecken (z. B. Deckelschnecke), Vielborster (z. B. Nereida) sowie Wenigborster. Die vielfältigsten Gruppen von Bodenlebewesen, die man am Steinboden finden kann. 
Nekton – große Tiere, die aktiv im Wasser schwimmen. Dazu gehören Fische und Meeressäugetiere. In der Ostsee findet man 26 Meeresfischarten sowie einige Süßwasserfische, und solche, die in beiden Umgebungen leben. Darüber hinaus leben hier vier Arten von Meeressäugetieren. Diese sind: Kegelrobbe, Ringelrobbe, Seehund und ein Vertreter der Wale – der Schweinswal. 

Korzystamy z cookies i local storage. Bez zmiany ustawień pliki są zapisywane na urządzeniu Więcej szczegółów w zakładce "Polityka cookie"..