Flora und Pflanzengesellschaften

malina moroszka- kliknij aby powiększyćDas Gebiet des Slowinzischen Nationalparks zeichnet sich vor allem durch eine große Vielfalt der Lebensräume aus, was in Verbindung mit dem komplizierten System der Wasser-Erde-Verhältnisse sowie den Eigenschaften des lokalen Klimas die Grundlage für die Eigentümlichkeit sowie die deutliche Differnzierung seiner Pflanzenwelt darstellt.

Die Flora des Parks umfasst aktuell: 911 Arten von Gefäßpflanzen sowie 165 Moosarten. Es wurden ca. 300 Algenarten darin gefunden, sowie 225 Flechtenarten. Das Meeresklima in diesem Teil Polens, mit verhältnismäßig kühlem Sommer und mildem Winter, bildet hervorragende Bedingungen für das Leben von Pflanzen mit westlichem (atlantischem) Charakter der Ausbreitung. Dazu gehören u. a.: Wasserpflanzen - Strandling Litorella uniflora und Wechselblütiges Tausendblatt Myriophyllum alternifolium, Moorpflanzen – Mittlerer Sonnentau Drosera intermedia,  Sumpfheide Erica tetralix, Dünenpflanzen – Sand-Segge Carex arenariaNacktstängeliger Bauernsenf Teesdalea nudicaulis, und von den Wald- und Gebüschpflanzen – Europäischer Gagelstrauch Myrica gale und Pommersches Geißblatt Lonicera periclymenum. Eine sich auszeichnende Gruppe stellen Arten mit nordöstlichem (borealem) Charakter der Lebensräume dar, wie Moltebeere Rubus chamaemorus, Schwarze Krähenbeere Empetrum nigrumMoosglöckchen Linnea borealis. Diese Pflanzen kamen zum Ende der letzten Eiszeit nach Pommern und stellten einen Bestandteil der Tundra dar, und werden deshalb als Glazialrelikte erachtet. Wenige wärmeliebende Arten werden jedoch vertreten, mit südlichem Ausbreitungscharakter. Ihr Vertreter ist z. B. die Sandnelke Dianthus arenarius.goździk piaskowy - kliknij aby powiększyć

Zu den Gefäßpflanzen des Parks gehören aktuell 46 Arten, die unter strengem Schutz stehen sowie 14 Arten unter teilweisem Schutz. In der Gruppe der geschützten Arten finden sich sowohl Blütenpflanzen als auch Sporenpflanzen. Unter den Blütenpflanzen dominieren die Pflanzen der Wasser- und Moorlebensräume, wie: Echtes Seegras Zostera marina, Schild-Wasserhahnenfuß Batrachium peltatum, Wasserschläuche Utricularia spp., Sumpf-Stendelwurz Epipactis palustris, Jakobsleiter Polemonium caeruleum. Eine zahlreiche Gruppe geschützter Arten stellen auch die Arten der Waldlebensräume dar, u. a.: Knabenkräuter – Kriechendes Netzblatt Goodyera repens, Herz-Zweiblatt Listera cordata, Weiße Waldhyazinthe Platanthera bifolia sowie Seidelbast Daphne mezereum und Sumpfporstkraut Ledum palustre. Zu den streng geschützten Arten gehören: vier Farnarten, darunter der Königsfarn Osmunda regalis sowie vier Arten von Bärlapp, mit dem im Tiefland sehr seltenen Moor-Bärlapp Lycopodiella inundata.

wawrzynek wilcze łyko- kliknij aby powiększyćUnter den Moosen haben 36 Arten den Status streng geschützter Arten und 20 teilweise geschützter, es dominieren Moormoose Sphagnum spp. – Moose der Hochmoore und Übergangsmoore. Streng geschützt sind auch 10 Pilzarten. Eine zahlreiche Gruppe stellen die geschützten Flechten dar – 48 Arten stehen unter strengem Schutz, 9 Arten unter teilweisem Schutz. Im Park treten häufig und zahlreich Baumflechten der Art Bartflechten Usnea spp. und Ramalina spp auf, am Dünensand Flechten der Gattung: Cladonia spp. sowie Laub- und Strauchflechten Cetraria spp. Erwähnenswert sind auch die geschützten Algen, die recht zahlreich am Meeresgrund vorkommen; Blasentang Fucus vesiculosus (Braunalge) und Metzgeria Furcellaria fastigiata (Rotalge).

Die 32 Kilometer lange Łebska-Landzunge ist der Ort des Auftretens charakteristischer Küsten-Pflanzengesellschaften. Auf diesem relativ schmalen Streifen sandigen Lands hat sich deutlich ein Band-(Streifen-)System der Pflanzenwelt erhalten, die mit der Dünenküste des Meeres verbunden ist. długosz królewski- kliknij aby powiększyć Dieses System beginnt beim Landanteil des Strands, außerhalb der Reichweite der Sturmwellen, wo sich eine ephemerische, schmale Zone von Dünen-Pioniergesellschaften bildet, unter Teilnahme salzliebender Pflanzen – Europäischer Meersenf Cakile maritima und Salzmiere Honckenya peploides. Neben diesen entwickelt sich bereits in der Zone der Dämme der sog. vorderen Dünen eine Zone von Pflanzengesellschaften der weißen Dünen. Ihre Flecken nehmen die Gestalt von hohen Gräsern an: entschieden dominierend Gewöhnlicher Strandhafer Ammophila arenaria und sein Begleiter, hier und überall, der Strandroggen Leymus arenarius. Die Pflanzengesellschaften der weißen Dünen sind der Lebensraum zweier, in europäischer Skala seltener Arten: Stranddistel Eryngium maritimum und Duftendes Leinkraut Linaria loeselii. Weiter, in der Tiefe des Lands, bildet sich eine Zone grauer Dünen, die die Form niedriger Borstenrasen haben (von feinem Silbergras Corynephorus canescens), gewöhnlich mit zahlreichem Anteil anderer Blütenpflanzenarten sowie die fein ausgebildete, bodennahe Moos- und Flechtenschicht. Schließlich kommt, noch weiter vom Meer entfernt, eine bewaldete Zone vor, in der verschiedene Forme der Küsten-Kieferwälder auftreten. widłaczek torfowy - kliknij aby powiększyćIn der Tiefe der Landzunge entwickelt sich, sowohl in der Zone der Wälder, als auch im Umkreis der sog. Wanderdünen, in den Vertiefungen zwischen den Dünen (Deflationssenken) eine Reihe einzigartiger hygrophiler Pflanzengesellschaften. In diesen Typen der Phytozönose hat die Umwelt des Lebens solche interessanten Arten wie den Langblättrigen Sonnentau Drosera anglica, den Mittleren Sonnentau, die Torf-Moosfarne sowie die Sumpfheide, und auch noch den Europäischen Gagelstrauch gefunden.

Die Landzunge teilt das Gardnieńsko–Łebska-Tiefland vom Meer, das während der letzten Kältezeit gebildet wurde. In seiner Landschaft dominieren die zwei größten Seen des Parks: Gardno und Łebsko. Die offene Fläche dieser eutrophen Seen ist der Lebensraum von Hydrophyten mit großen, schwimmenden Blättern – Weiße Seerosen Nymphaea alba und Gelbe Teichrosen Nuphar luteum. In der Tiefe des Wassers entwickeln sich Gesellschaften, die von Tausendblatt und Laichkraut gebildet werden, hauptsächlich das Durchwachsene Laichkraut Potamogeton perfoliatus. In den flachen Seegebieten kommen, recht zahlreich, verschieden große Ansammlungen der Gewöhnlichen Teichbinse Scirpus lacustris vor, und entlang der Ufer – bildet ein breiter Streifen ein Schilfrohr-Röhricht Phragmites australis. Der hohe Grundwasserpegel bildet in den Landlebensräumen und Poldern am See gute Bedingungen für die Aufrechterhaltung von Röhrichtformen von Tiefmooren. Es wurden 16 Gesellschaften dieses Typs festgestellt, von denen am meisten verbreitet die Röhrichte der Schlank-Segge Carex acuta, der Zweizeiligen Segge Carex disticha und des Rohrglanzgrases Phalaris arundinacea sind. Die versumpften Senkungen der Tiefebene, die in Komplexen der Moor- und Wiesenpflanzen verteilt sind, wo sich Gewässer mit geringer Fruchtbarkeit sammeln, die hauptsächlich aus Niederschlägen stammen (ähnlich oligotropher Lebensräume), nehmen Gesellschaften von Übergangsmooren ein.

torfowiec ostrolistnyHierzu gehören recht zahlreiche Phytozönosen von nassen, mit Moos bewachsenen sauren Tiefseggenböden, manche mit reichen Gattungen, sowie Torfmoore mit dem Schlanken Wollgras Eriophorum angustifolium und der Schnabel-Segge Carex rostrata. Weniger (periodisch) feuchte und durchschnittlich feuchte (frische) Lebensräume in diesen Kompexen werden von Wiesenpflanzen eingenommen. Die am meisten verbreiteten Wiesengesellschaften im Tiefland sowie in den Tälern der Flüsse Łeba und Łupawa sind Wiesen mit herrschender Flatter-Binse Juncus effusus sowie Wiesen mit dominierender Rasen-Schmiele Deschampsia caespitosa. Zahlreich, jedoch von geringer Fläche, sind auch Flecken mit Wiesenkräutergewächsen, mit dem Echten Mädesüß Filipendula ulmaria, Gewöhnlichen Blutweiderich Lythrum salicaria und dem Gewöhnlichen Gilbweiderich Lysimachia vulgaris. Selten hingegen sind Flecken fruchtbarer Pfeifengräser sowie sog. „Knabenkrautwiesen“. Enklaven frischer Glatthaferwiesen, sowie Binnenheiden und Strandrasen mit Strand-Grasnelke Armeria elongata und Heide-Nelke Dianthus deltoides, sind ebenfalls nicht häufig, können jedoch in der Nähe des Gardno Sees angetroffen werden. Sie entwickeln sich auf mineralreichen, auf natürliche Weise gebildeten, alten Uferdämmen dieses Sees. Sie bilden deutliche „Beete” die über die Ebene der sie umgebenden feuchten Wiesen und Tiefmoore hinausragen. Der Wiesencharakter besitzt auch interessante, da in Polen seltene, salzliebende Pflanzengesellschaften.wełnianka wąskolistna - kliknij aby powiększyć Die Phytozönosen dieser Art bildeten sich in der Nähe des nordwestlichen Ufers des Gardno Sees sowie bei den südöstlichen Ufern des Łebsko Sees aus. Diese Lage ist mit Sicherheit mit der großen Nähe zu den Meeresgewässern verbunden, die während Stürmen in die Becken beider Seen geschüttet werden. Nährstoffarme und saure (pH<5) Habitate, von atmosphärischen Niederschlägen abhängig, nehmen die Pflanzengesellschaften der Hochmoore ein. Die großen Flächen dieser Moore befinden sich in den Schutzbereichen Kluki und Żarnowska, südlich des Łebsko-Sees. Diese hochspezialisierten Gesellschaften nehmen die Form von kleinen Gebüschformationen ein, die in Polen selten sind, mit Sumpfheide sowie Sumpfwäldern – hier in regionaler Abwandlung mit Gebüschen des Europäischen Gagelstrauchs in der Unterholzschicht.

Die Wald-Phytozönosen des Parks setzen sich aus natürlichen Waldgruppen mit dem Charakter von Birken, Erlen, Auen, Eichen-Hainbuchen-Wäldern, Buchenwäldern, Birken-Eichen-Wäldern sowie Küsten- und Binnen-Kieferwäldern zusammen. wrzosiec bagienny - kliknij aby powiększyćBedeutende Bereiche der Landzunge werden gegenwärtig von den für die Küstengebiete typischen Kieferwäldern, die Krähenbeerenwälder genannt werden (nach der in der Bodendecke auftretenden Schwarzen Krähenbeere) bedeckt. Diese Wälder werden, obwohl sie zum Großteil aus Bepflanzungen stammen, als natürliche Gesellschaften bzw. an die natürlichen angenäherten Gesellschaften, gesehen. Zu den Waldflächen des Parks gehören, neben der Landzunge, auch künstlich auf Gebiete nach landwirtschaftlichem Anbau eingeführte Baumbestände, und auf der Landzunge die bepflanzten Enklaven der Bergkiefer Pinus mugo sowie Ansammlungen der Schwarzen Kiefer Pinus nigra. Eine Gruppe von Laubwäldern, die mit dem dauerhaft sumpfigen, Moorlebensraum verbunden ist, bilden zwei Formen der Erle – die Moorerle und Schwarzerle-Johannisbeer-Wälder, in deren Baumbestand die Schwarze Erle Alnus glutinosa sowie die Sumpfbirke mit Moorbirken- und Kieferanteil dominiert. Die fruchtbarsten, feuchten Waldlebensräume werden von Enklaven der Erlen-Eschen- und Eichen-Ulmen-Auwäldern eingenommen. Die feuchten, aber gleichzeitig acidophilen Böden zeichnen die Phytozönosen des Birken-Eichenwalds aus – mit eigenem, nur auf Küstenregionen beschränktem Bereich des Auftretens. Die mesophilen Eichen-Hainbuchen-Wälder sind selten im Park und bilden sich nur fragmenteweise. Die sandigen und schwach tonhaltigen nährstoffarmen Lebensräume im Gardneńsko-Łebska-Tiefland sowie im Massiv des Rowokół nehmen gegenwärtig, vor allem, Flecken frischer Formen von Kieferwäldern, die mit Enklaven saurer Eichen- und saurer Buchenwälder von Pommern gemischt sind, ein. Zum Schluss dieser kurzen Zusammenfassung von Pflanzengesellschaften des Slowinzischen Nationalparks müssen noch die Formationen der Strauchpflanzen erwähnt werden. bazyna czarna - kliknij aby powiększyćDiese setzen sich vor allem aus gewöhnlichen Sammlungen von Weidengewächsen zusammen – hauptsächlich mit dominierender Asch-Weidde Salix cinerea, die sich im Umkreis von Tiefmoor- und Wiesenpflanzen entwickeln. Man findet im Park auch interessante, nahezu ausschließlich mit der Küstenzone verbundene, Pflanzengesellschaften mit Anteilen der Ohr-Weide Salix aurita und des Europäischen Gagelstrauchs. Ihre Flecken bilden sich in alten, dauerhaften feuchten Deflationssenken auf der Łebska-Landzunge, sowie in den Bereichen um die Übergangsmoore herum, hauptsächlich im Umkreis der sog. Ciemińskie Błota – südöstlich vom Dorf Kluki.

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